„Die zwölf Geschworenen“ und der begründete Zweifel

Der Schwarz-Weiß-Film mit Henry Fonda in der Hauptrolle dürfte vielen nach wie vor präsent sein, obwohl er aus dem Jahr 1957 stammt: „Die zwölf Geschworenen“ war – und ist – ein unter die Haut gehender Kriminalfilm und gilt bis heute als Kinoklassiker, der der Fernsehausstrahlung im Jahr 1954 folgte. Der Kulturring Lübbecke präsentiert das Gerichtsdrama als mitreißende Produktion des Berliner Kriminaltheaters am

Freitag, 23. Februar 2018
um 20 Uhr
in der Stadthalle Lübbecke.

Es ist der letzte Tag eines schwerwiegenden und an sich eindeutigen Mordprozesses

Es ist der letzte Tag eines schwerwiegenden und an sich eindeutigen Mordprozesses: Ein 17-Jähriger aus den Slums hatte im Streit seinen Vater mit einem extrem auffälligen Springmesser erstochen. Die Anklage präsentierte zwei glaubhafte Zeugen. Beide haben den Jugendlichen bei der Ausführung der Tat beobachtet und ihn kurz darauf wegrennen sehen.

Reginald Roses Stück „Die zwölf Geschworenen“ setzt mit dem Ende der Verhandlung ein, als sich die Geschworenen zur Beratung zurückziehen. Wir lernen zwölf New Yorker Männer und Frauen mit völlig unterschiedlichen Charakteren und Temperamenten kennen, deren einzige Gemeinsamkeit es ist, bestimmt worden zu sein, in diesem Mordprozess einen einstimmigen Schiedsspruch zu fällen.

Da das Urteil eindeutig scheint, wird mit einem raschen Ende der Beratung gerechnet. Elf der Geschworenen sind sich sofort einig: Der Angeklagte ist schuldig. Einer jedoch stellt sich gegen die Mehrheit. Er hat einen begründeten Zweifel und plädiert deshalb auf „nicht schuldig“. (Szenenfoto: Herbert Schulze)

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